Ein bayerischer Wallach sorgt im Vielseitigkeitssport in Schleswig-Holstein
für Aufsehen
Conti (Captain Incident/Lord Incipit) hat eine erfolgreiche Saison
hinter sich
Conti, der Bayerische Wallach aus der Zucht von Max
Pfaller, Greding, kann sich mehr als gut in der Hochburg der Springpferde
in Schleswig-Holstein behaupten. Stolz erfährt man von seiner Besitzerin,
Frau Bettina Stypmann, dass er in der vergangenen Saison recht erfolgreich
war.
So konnte er zum Auftakt neben einem 3. Platz bei den Kieler Stadtmeisterschaften
in der Sparte Dressur eine weitere Platzierung
(3. Platz) am 25.4.2001 in Schürsdorf mit der Wertnote 8,4 in einem
Stil-Geländeritt mit nachhause nehmen.
Nach einem Start in Bordesholm konnte das Paar nach
dem ersten Start in einer Vielseitigkeitsprüfung der Klasse L sofort
für die Deutschen Meisterschaften vornominiert werden. Es schloss
sich ein überzeugender Siegesritt in einer kombinierten Prüfung
der Klasse L an.
Ein Start in Westensee führt die bisherige Erfolgsbilanz fort:
WN 7,7 und Sieg in der L-Dressur, der sich eine sehr gute Vorstellung
im Springparcours anschliesst. Ein Sturz im Teilbereich Gelände
und eine anschließende Pause von 14 Tagen machen allerdings alle
Hoffnungen auf eine Teilnahme an der zweiten Sichtung zunichte, wodurch
auch der Traum an einer Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft wie
eine Seifenblase platzt.
Nach kurzer Pause und Genesung ein erster Einsatz des Paares im Juni
2001 in Segeberg: Nach dem Absolvieren der Teilbereiche Dressur und
Springen liegen sie auf dem passablen 3. Platz. Da es sich bei Conti
aber um einen ersten Test handelt, wird dieser in der anschließenden
Prüfung im Gelände, im Hinblick auf den Start eine Woche später
im Nachwuchschampionat von Schleswig-Holstein, nicht mehr an den Start
gebracht.
Conti rechtfertigt das in ihn gesetzte Vertrauen voll und ganz und überzeugt
in diesem Nachwuchs-Championat mit einem fulminanten Sieg (WN 8,0) in
der Dressur, dazu ein siebter Platz im Springen ergeben ohne Wenn und
Aber die Führung im Feld der Teilnehmer. Weniger glücklich
stellt sich an diesem Tag der Ritt im Gelände heraus, so dass es
aufgrund einer misslungenen Vorstellung nicht zu einer Teilnahme am
Finale in Warendorf reicht.
Der darauffolgende Start in Vanselow bringt leider
auch noch nicht das gewünschte Ergebnis, hat aber zur Folge, dass
dort Bettina Stypmann auf Beeke Kaack trifft, welche sich sogleich interessiert
zeigt, Bettina und Conti hinsichtlich weiterer Ausbildung unter ihre
Fittiche zu nehmen. Conti sollte als erstes einmal Urlaub auf Sylt erhalten,
ein "bisschen Abschalten" sollte er, einige Zeit Urlaub genießen
und Conti geniesst regelrecht diesen Aufenthalt am Meer, wo er sich
zur Freude von Besitzerin und Reiterin auch noch als "Superstrandpferd"
herausstellt.
Nach Beendigung dieses "Kurzurlaubs" beginnt
für Conti erneut der Ernst des Lebens. Ein erster Start im August
unter seiner neuen Reiterin Beeke in einer A-Vielseitigkeit ergibt auf
Anhieb die stolze und vielversprechende Bilanz eines zweiten Platzes.
In Süsel im September beeindruckt das Paar erneut, wo auf Anhieb
der Geländeritt der Klasse A mit WN 8,0 ihre stolze Ausbeute wird
und sie somit konkurrenzlos zum Sieg führt. Ein Start des Paares
Ende des Monats in Varseveld/Holland im Rahmen eines CIC** und damit
gleichzeitig der erste Start in dieser Klasse auf M-Niveau kann mit
dem mehr als zufriedenstellenden 6. Platz gekrönt werden. Im Oktober
dann ein weiterer Start in Negernbötel (CCI*), wo zugleich auch
die Landesmeisterschaften ausgetragen werden.
Nach Absolvieren der Teilbereiche Dressur und Springen liegen Conti
und Beeke auf dem beachtlichen 3. Platz, können dann aber zur abschließenden
Geländeprüfung aufgrund eines sehr unglücklich abgetretenen
Hufeisens nicht mehr antreten. Dennoch überzeugt das Paar durch
die gezeigten Leistungen derart, dass sich von kompetenter Seite die
Anfrage ergibt, ob das Paar nicht in Le Lion (Weltmeisterschaften der
Jungen Pferde) an den Start gehen will.
Nun heißt es erst einmal überlegen. Das Ergebnis: Zum Wohle
des Pferdes wird von einem Start in Le Lion Abstand genommen, sind doch
Besitzerin und Reiterin der Meinung, dass Conti im Vorfeld zu wenig
Gelegenheit hatte, sich in diese Kategorie einzuarbeiten und man eine
Überforderung des Pferdes auf keinen Fall riskieren will. Anstelle
eines Start in Le Lion entschließt man sich am selben Wochenende
für einen Start von Conti und Beeke in Lübeck anlässlich
des dortigen Hallenturniers.
Conti scheint Reiterin und Besitzerin dankbar
für deren fürsorgliches Engagement und belohnt zwei Starts
in Springprüfungen dieses Turniers mit zwei Siegen! Damit lässt
man es, was Starts für das Jahr 2001 anbetrifft- erst einmal bewenden.
Conti genoss -so hört man- eine wohlverdiente Winterpause und entwickelt
sich dank kontinuierlichen Trainings prächtig, so dass man nun
auf einen weiteren erfolgreichen Aufbau des Wallachs und eine erneut
erfolgreiche Saison in 2002 aus bayerischer Sicht hoffen darf.